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Kirche St. Martin

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Kirche St. Martin


Beschreibung
St. Martin auf Kirchbühl liegt auf einer Geländestufe am Südhange des Eichberges, am Rande des gleichnamigen Weilers, an einer alten Strasse, die von Sursee kommend nach Süden führt. Ein alemannisches Gräberfeld und Reste einer römischen Siedlung wurden bei archäologischen Grabungen 1958 in der Kirche entdeckt.

Der Kirchensprengel Kirchbühl selbst ist eine Absplitterung der Grosspfarrei Sursee, Die Kirche ist nach dem Konstanzer Zehntenbuch das weitaus reichste Gotteshaus des Dekanates und umfasste die Filialkirchen von Adelwil und Hildisrieden. Die Stadtkirche St. Stefan in Sempach ist ebenfalls eine Tochter von St. Martin. Zwar wird St. Martin urkundlich zum ersten Mal erst 1275 erwähnt, doch ist die Kirche ohne Zweifel älter und ein erster Bau muss nach 1000 datiert werden. Im 13. Jh., wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Gründung der Stadt Sempach, erhält das Schiff sein heutiges Aussehen. Die Vorgängerkirche, deren Mauerwerk links des Seiteneingangs erscheint und kleine Fenster besass (Umrisse sind neben dem linken Seitenaltar sichtbar), wurde nach hinten verlängert und deren Seitenwände erhöht. Um 1300 dürfte das Schiff mit den Fresken ausgemalt worden sein, die in ihrer Formsprache an höfische Malerei erinnern. Die Fresken wurden im 15. Jh. ein erstes Mal übermalt und 1903/05 bei der Restaurierung der Kirche unter der Leitung der Kunsthistoriker Durrer und Zemp freigelegt. Heute zeigen sie weitgehend nur noch die Konturen der Umrisszeichnungen.

Kirchbühl besitzt drei gotische Schreinaltäre. Die Nebenaltäre, dem Raum schlecht angepasst, sind offensichtlich hierher transferiert worden, möglicherweise aus der Stadtkirche. Der linke Seitenaltar zeigt eine Pieta im Rosenkranz zwischen dem hl. Antonius und der hl. Odilia. Der rechte Seitenaltar bringt eine Kreuzigungsgruppe in ausdrucksstarker Art und erinnert an den Altar von Jörg Keller von Münster im Wallis (1509). Die beiden Tafeln stellen Mauritius und Ursus dar und tragen die Jahrzahl 1515.

Der Kasten des Hauptaltares ist dreiteilig, mit hängendem Blendwerk, aber wie alle Altäre ohne Gesprenge. Der Schrein zeigt St. Martin, das zerschnittene Gewand dem Bettler überreichend. Die Figur stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jh. Links neben ihm steht die hl. Magdalena, rechts die hl. Barbara. Als einziger Altar besitzt er gemalte Flügel, welche bis zur Restauration in den 50-iger Jahren am Altar des Beinhauses hingen, offensichtlich aber hierher gehören. Eine seiner Tafeln trägt die Jahrzahl 1582, fällt also mit dem Bau des spätgotischen Kreuzrippen-Chorraumes zusammen. Der Apostelzyklus wurde zu Beginn unseres Jahrhunderts stark restauriert. In der Zeit des Chorneubaues wurde auch 1575 das Beinhaus geweiht.

Kirchbühl verlor als Pfarrkirche in Konkurrenz mit der Tochterkirche St. Stefan in der Stadt zusehends an Bedeutung und diente zuletzt nur noch als Friedhofskirche. Die letzte Beerdigung erfolgte 1831 auf Kirchbühl. Dieser Abstieg ersparte St. Martin grössere Umbauten und Modernisierungen im jeweiligen Zeitgeschmack, so dass die Restaurierung in den Jahren 1901-1911 den ursprünglichen Raum, ohne grosse Rücksicht auf liturgische Erfordernisse, wiederherstellen konnte. 1951 bis 1962 restaurierte die Vereinigung Pro Kirchbühl St. Martin und finanzierte archäologische Grabungen. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und ist als Objekt von nationaler Bedeutung im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter eingetragen. Die Kirchgemeinde Sempach ist für den Unterhalt des Bauwerkes verantwortlich.

Die Kontaktdaten für eine Reservation finden Sie auf der Homepage der Pfarrei Sempach (siehe Link oben).

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