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Kreuzkapelle

Kreuzkapelle
Beschreibung
An der südlichen Schmalseite des Städtchens, heute eher durch die umliegenden Bauten in ihrer Wirkung beeinträchtigt, liegt die Kreuzkapelle. Vor ihrer Errichtung im Jahre 1629 stand eine Vorgängerkapelle etwas weiter südwärts an einer alten Strassengabelung, der jetzigen Verzweigung Gotthardstrasse - Feldweg. Heute erinnert ein neugotisches Kreuz an den ehemaligen Standort der alten Kapelle, welche 1582 errichtet worden war. Als 1628 gegen hundert Personen der Pest zum Opfer fielen, haben Rat und Bürger den Neubau der Kapelle auf dem freien Feld vor dem vordern Tor gelobt. Die Kapelle erhielt damals ihr heutiges nachgotisches Aussehen, abgesehen vom später angefügten Vorzeichen. 1830, 1860,1881/82, 1948, 1977/78 wurde die Kapelle restauriert oder bzw. wurden grössere Unterhaltsarbeiten ausgeführt. Zwischen Bau und Weihe der Kapelle vergingen mehrere Jahre. Es brauchte die Intervention eines Visitators, den Leutpriester von Sempach zu veranlassen, die Kapelle weihen zu lassen, damit, wie der Visitator schreibt, fromme Stiftungen vorgenommen werden könnten. Tatsächlich sind Jahrzeitstiftungen besonders ab 1645 erfolgt. Seit 1711 wird die Kreuzkapelle als Grablege benutzt. Die Kreuzkapelle selbst wurde im Jahre 1635 durch den Weihbischof von Konstanz geweiht, wozu der Rat "an die Cappell bim Crütz" 20 Gulden stiftete.

Das Innere
Aus der Zeit der Renovation von 1881/82 stammten die neugotische Holzdecke sowie das Chorgitter und das Bild des heiligen Isidor im linken Seitenaltar. Die drei Altäre stammen aus der 2. Hälfte des 17. Jh. Alle sind in Schwarz und Gold gefasst. Vor allem der Hochaltar wirkt verkürzt, und die Vermutung liegt nahe, dass der Dachraum oder der Altar abgeändert wurde. Er zeigt ein Kreuzigungsbild aus dem 19. Jh. Seitlich sind in Medaillons der hl. Stefan, Franz von Assisi, Sebastian und Antonius von Padua gemalt, vor dem Altarbild stehen zwei Leuchterengel mit Füllhorn als Kerzenhalter (Mitte 17. Jh.) sowie eine barocke Pieta, wohl Ende des 18. Jh.

Der rechte Seitenaltar ist dem Hauptaltar verwandt. Er zeigt eine spätgotische hl. Madonna mit Kind und (ca. 1500), oben frühbarocke Statuen des hl. Eligius und des Wendelin, ringsum ein römischer Märtyrer und St. Pankratius, St. Veit, ein Apostel mit Buch und Stab, Anna selbdritt, Franz Xaver, St. Antonius von Padua, St. Dominikus, Katharina und Bruder Klaus. Der linke Seitenaltar ist laut einer Inschrift durch die Gemeinde gestiftet worden zu Ehren der Mutter Gottes, des hl. Antonius und des hl. Eligius. Er wurde in der Zeit um 1690 errichtet und weicht durch seine barocke Form von den beiden andern Altären ab. In der Nische steht der hl. Antonius der Einsiedler (Säulitoni), wohl der beliebteste Heilige früherer Bauerngenerationen. Bemerkenswert ist noch das gotische Kruzifix an der linken Seite, welches aus der Zeit um 1500 stammt. Bis zur Renovation 1977/78 hingen in der Kapelle verschiedene Ex Votos.

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