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Schlachtkapelle Die Schlachtkapelle ist errichtet worden zur Erinnerung an die Schlacht bei Sempach vom 9. Juli 1386, in welcher Herzog Leopold von Österreich gegen Truppen von Luzern und der Innerschweiz fiel. Eigentlicher Kapellenbau 1472/73. Im Innern grosses Schlachtfresko (Manuel/Wägmann/Balmer), Wappen gefallener Ritter und Namenliste der Eidgenossen von 1886. Altäre 17. Jh.
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Baugeschichte Die Kapelle selbst hat eine bewegte Baugeschichte hinter sich. Die vorgefundenen Putzschichten weisen auf vier Bauetappen hin. Spärliche Reste eines Fundamentes und einer Pflästerung wurden anlässlich der Grabungen 1983/84 gefunden. Sie gehören wahrscheinlich zu einem relativ kleinen Bau, der im Bereiche des heutigen Chores über einem grösseren Grab stand. Eine Überlieferung weiss zu berichten, dass ein Jahr nach der Schlacht an der Stelle, wo Herzog Leopold fiel, eine Gedenkstätte errichtet wurde. Der eigentliche Kapellenbau geht in das Jahr 1472/73 zurück. Für die Zeit 1551/54 ist eine Renovation belegt, und die Bauabrechnungen weisen für die Schlachtkapelle Arbeiten an einem Bilde aus. Ob es sich bei diesen Arbeiten um das Malen des heutigen Schlachtgemäldes nach Entwürfen von Hans Rudolf Manuel (1525 - 1571), um eine Tätigkeit dieses Künstlers selbst oder eine Renovation eines älteren Bildes handelte, bleibt dahingestellt. 1638/41 wurde die Kapelle stark umgestaltet, so dass sie in der Folge "die neue" genannt wurde. Eine namhafte Überholung des Schlachtgemäldes, wenn nicht Neubemalung, stammt aus dieser Umbauetappe und wurde wahrscheinlich vom Luzerner Maler Hans Ulrich Wägmann und seinem Kreis vorgenommen. 1747 fand unter Seckelmeister Aurelian zur Gilgen (1688 - 1759) ein weiterer Umbau statt. Die Mauern wurden um ca. 50 cm erhöht, die Fenster gehoben und die Vorhalle angebaut. In dieser oder einer früheren Periode entstand die Sakristei. 1885/86 wurde auf das grosse Schlachtjubiläum die Kapelle erneut restauriert. Man fügte die heutige Decke ein, restaurierte und ergänzte das Schlachtgemälde (J. Balmer) und führte die Ausmalung neu auf, allerdings teilweise nach alten Vorgaben. 1985/86 erfolgte eine weitere Restaurierung. Das Vorgefundene wurde weitgehend belassen. Man ersetzte den Spitzhelm des Dachreiters durch einen geschwungenen, der Seiteneingang erhielt ein neues Vordach und die Bestuhlung wurde verbreitert.
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