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18.01.2022 06:35:01


Willkommen in Sempach


Sempach ist bekannt; nicht nur, dass der Name «Sempach» seit jener schicksalshaften Schlacht zwischen Eidgenossen und Habsburgern seinen festen Platz im schweizerischen Kollektivgedächtnis inne hat. Auch strahlt der Bekanntheitsgrad der in Sempach domizilierten Vogelwarte weit über die Region hinaus – zwei Sempacher «Leuchttürme», gewiss, aber doch nur ein Teil davon, was Sempach effektiv ausmacht.

Ortsplan: Link

 

Stadt Sempach

Rund 4 200 Einwohner – und doch ist Sempach eine «echte» Stadt. Wie geht das? Der Grund liegt in der Geschichte, genauer: im mittelalterlichen Stadtrecht, das Sempach nach wie vor rechtswirksam eine Stadt sein lässt. Dabei handelt es sich bei Sempach um eine Gründungsstadt, entworfen ebenso «auf der grünen Wiese» wie «am blauen See» und ausgestattet mit «klassischen» städtischen Merkmalen wie Befestigungsanlagen, Märkten oder einer eigenen Gerichtsbarkeit. Gegründet in den 1230er-Jahren vom Hause Habsburg-Laufenburg, konkurrierte Sempach mit Städten weiterer Dynastien um herrschaftliche Rechtssicherung oder wirtschaftliche Prosperität.

 

Vom Mittelalter in die Gegenwart

Der Mikrokosmos «Kleinstadt» mitsamt prägender Merkmale wie lokalem Gewerbe oder eigener Rechtsetzung bestimmten den Werdegang Sempachs bis um 1800. Ab diesem Zeitpunkt trat das «Städtische» in den Hintergrund, bis 1986 Sempach wieder offiziell zur Stadt erklärt wurde. Unabhängig davon verlief die demografisch-wirtschaftliche Entwicklung. Nahm sich diese bis nach der Mitte des 20. Jahrhunderts noch eher bescheiden-beschaulich aus, erfuhr sie seither einen markanten Aufschwung. Mit dafür ausschlaggebend war zum einen die vor allem für Firmen und Betriebe wichtiger werdende verkehrsgünstige Lage. Zum anderen gewannen Wohnortsqualitäten wie Ortsbild oder topografisch-pittoreske Umgebung zunehmend an Bedeutung. In beiderlei Hinsicht war und ist Sempach attraktiv.

 

Ortsbild und städtebauliche Entwicklung

Die historische Entwicklung von Sempach lässt sich am Ortsbild gut ablesen: «eindrücklich» – die klar vom Rest des bebauten Grundes abgrenzbare Altstadt, «klassisch» – die Ortsentwicklung entlang der Ausfallstrassen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, «folgerichtig» – die Errichtung der einzelnen Quartiere ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Städtebaulich präsentiert sich der Altstadtbereich als im Kern mittelalterlich, überformt durch eine spätere biedermeierliche «Versteinerung». Alte und neue Baustrukturen, teilweise nebeneinander in kühner Symbiose erlebbar, verleihen Sempach den ihm eigenen Charme, ausgezeichnet 2017 durch den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes; und: Der Städtli-Kernbereich von Sempach figuriert im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Ortsbild von nationaler Bedeutung.

 

Dienstleistungen, Detailhandel, Tourismus

Sempach ist regionales Subzentrum mit entsprechender Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem ein Oberstufenzentrum, ein Alters- und Pflegeheim, der Polizeiposten oder das Regionale Zivilstandsamt. Verschiedene Detaillisten, Grossisten und Gastrobetriebe bieten Möglichkeiten zu Einkauf und Einkehr. Touristische Trümpfe von Sempach sind die Natur und der See, die Sempach als Besuchs- ebenso wie als Wohnort attraktiv machen (ausgedrückt etwa im Slogan «Wohnen, wo andere Ferien machen»). Spezifische Outdoor-Freizeitangebote vermitteln der Campingplatz, die Badeanstalt oder die Minigolf-Anlage.

 

Brauchtum, Kultur

Sempach ist stark von seinen Traditionen geprägt und pflegt diese unter anderem mit Hilfe seiner mehr als 60 Vereine. Stellvertretend für das gelebte Brauchtum stehen der Auffahrtsumritt und das Böllerschiessen an Fronleichnam als zwei kirchliche Traditionen. Profanerer Art sind der Städtlimärt im August oder die Fasnacht im Frühjahr, während die an die Schlacht von 1386 erinnernde, vom Kanton ausgerichtete «Gedenkfeier Sempach» Elemente des Gefallenengedenkens und des kulturellen Volksfestes miteinander verbindet. Als weitere Kulturvermittlerinnen in Sempach figurieren neben anderen die drei ortsansässigen Museen und der Konzertkeller «Im Schtei».